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Chinesische und koreanische Pokémon-Karten: echt oder gefälscht?

Vom Kardz-Team · aktualisiert 2026-09-14 · 9 Min. Lesezeit

Du hast eine Pokémon-Karte mit chinesischen oder koreanischen Zeichen und weißt nicht, was du davon halten sollst. Das ist die häufigste Frage, die uns erreicht, und die Antwort passt in einen Satz: offizielle chinesische und koreanische Pokémon-Karten gibt es wirklich. Eine Karte auf Chinesisch ist keine gefälschte Karte. Fälschungen existieren allerdings auch — und sie imitieren gerade diese Ausgaben, weil man sie am wenigsten kennt.

Die offiziellen asiatischen Ausgaben

Alle werden lizenziert gedruckt, die meisten in Japan, mit einer Druckqualität auf Höhe der westlichen Ausgaben oder darüber. Keine Zweitware.

Eine Fälschung erkennen

  1. Licht durch die Karte. Eine echte Pokémon-Karte hat zwischen ihren Lagen eine schwarze Tintenschicht: gegen eine Lampe gehalten lässt sie kaum Licht durch. Eine Fälschung ist fast immer durchscheinender. Der schnellste und verlässlichste Test.
  2. Textur und Schnitt. Echte Karten haben eine gleichmäßige Körnung und saubere Kanten; Fälschungen sind oft zu glänzend, zu glatt, mit ausgefransten Kanten oder einem außermittigen weißen Rand.
  3. Der Text. Auf einer Fälschung ist die Schrift häufig falsch wiedergegeben, der Text unter der Lupe unscharf, oder die Copyright-Zeile enthält einen Fehler.
  4. Die Rückseite. Das Blau der Rückseite ist ein sehr genauer Farbton. Zu hell, zu violett oder zu dunkel ist ein starkes Signal. Vergleiche immer mit einer Karte, bei der du sicher bist.

Ein letzter Hinweis, vor allem beim Chinesischen: Fälschungen zirkulieren massenhaft in billigen „Mystery"-Lots. Eine einzeln verkaufte chinesische Karte, bei der der Verkäufer den Set-Code nennt, ist weit beruhigender als hundert Karten für fünf Euro.

Die Nummerierung lesen

Das Schwierige an den asiatischen Ausgaben: Die Nummerierung deckt sich nicht mit den englischen Sets. Eine Karte mit 103/150 aus einem chinesischen Set hat weder dieselbe Gesamtzahl noch denselben Inhalt wie das ähnlich benannte englische Set. Für eine genaue Identifikation brauchst du drei Angaben: den Set-Code unten auf der Karte (etwa CSM2C), die Nummer und die Gesamtzahl. Ohne Set-Code können zwei verschiedene Karten dieselbe Nummer tragen.

Was sie wert sind

Grundregel: Bei gleichem Pokémon und gleicher Seltenheit liegt eine japanische Karte roh meist unter einer englischen, weil der englischsprachige Markt viel größer ist. Chinesische Karten sind in Europa noch illiquider und damit günstiger — aber die Auflagen sind klein und manche Illustrationen exklusiv, was deutliche Ausnahmen schafft.

Zweite, wichtigere Regel: Grading verändert bei diesen Ausgaben alles. Eine japanische oder chinesische Karte in PSA 10 verkauft sich auf einem Weltmarkt, dieselbe Karte roh findet nur lokal einen Käufer. Dort öffnet sich die Schere.

Um den genauen Wert zu kennen, gibt es keine Abkürzung: Man vergleicht echte Angebote, Markt für Markt. Kardz macht das vom Foto aus — erkennt die Karte, vergleicht eBay-Angebote aus acht Ländern, trennt roh, PSA 9, PSA 10 und CGC und rechnet aus, ob Grading sich nach Gebühren und Versand lohnt.

Siehe auch: Pokémon-Kartenpreise.

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